Gesundes Trinkwasser – eine Selbstverständlichkeit?

ln Österreich gehen wir davon aus, dass gesundes Trinkwasser eine Selbstverständlichkeit ist und unser Wasser somit zu jederzeit und überall im Land bedenkenlos getrunken und verwendet werden kann. Dies ist auch in den meisten Fällen richtig, da das Wasser unserer Quellen und unserer Brunnen hervorragend schmeckt und von sehr guter Qualität ist. Auch die öffentlichen und privaten Wasserversorger tragen alles dazu bei, um die optimale Wasserqualität bis zur Übergabestelle (in den meisten Fällen ist dies der Hauswasserzähler) gewährleisten zu können.

Im Gebäude selbst kommt es jedoch oftmals zu negativen Beeinflussungen unseres Wassers. Ablagerungen in den Rohrleitungen und Warmwasserspeichern, längere Stillstandszeiten in selten genutzten Rohrleitungen, ungünstige Temperaturniveaus sowie verunreinigte bzw. verkalkte Armaturen, Duschköpfe und Brauseschläuche können sehr schnell zu einer Verschlechterung der Wasserqualität führen und das Aufkeimen von gefährlichen Bakterien begünstigen. Besonders zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die Krankheitserreger Legionellen und Pseudomonaden, die auch in unseren Trinkwassersystemen bei nicht ordnungsgemäßem Betrieb und ungenügender Wartung häufig vorkommen und sehr gefährliche Krankheiten verursachen können.

Laut den gültigen Normen und Gesetzen ist jeder Anlagenbetreiber verpflichtet, nachweislich dafür zu sorgen, dass das Trinkwasser in seiner Anlage ohne Gefährdung der Gesundheit verwendet und getrunken werden kann. Ein aktuelles OGH-Urteil bestätigt diese Tatsache eindeutig. in Österreich sind derzeit diverse Strafverfahren anhängig: Anlagenbetreiber werden der grob fahrlässigen Körperverletzung (teilweise mit Todesfolge) bezichtigt. Personen, die das Wasser in diesen Anlagen verwendet oder getrunken haben, sind auf Grund von bakteriellen Kontaminationen schwer erkrankt oder gar verstorben.

Die aktuellen nationalen und internationalen Zahlen zeigen, wie dramatisch die Situation tatsächlich ist. Alleine in Europa sterben jährlich weit über 20.000 Menschen an den Folgen einer Legionellen-Infektion und unzählige erkranken schwer. Auch bei uns in Österreich kommt es laufend zu Krankheits- und Todesfällen. Die Behörden gehen zwischenzeitlich rigoros vor. in vielen Fällen werden ganze Anlagen oder Anlagenteile vorübergehend geschlossen, wenn erhöhte Kontaminationen durch Legionellen oder Pseudomonaden vorliegen. Man sieht also, dass verunreinigtes Trinkwasser nicht nur ein gesundheitliches Risiko für die Nutzer der Anlage, sondern auch ein juristisches und wirtschaftliches Risiko für den Anlagenbetreiber oder den verantwortlichen Personenkreis darstellt. Besonders in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen ist es daher unerlässlich, dass alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um die geforderte Trinkwasserqualität aufrecht zu erhalten und jede Art von bakteriellen Kontaminationen zu verhindern.

Basierend auf den normativen und gesetzlichen Forderungen bietet der TÜV AUSTRIA über sein Tochterunternehmen TÜV AUSTRIA HYGIENIC EXPERT GMBH für alle Anlagenbetreiber ein anlagenspezifisches Qualitätssicherungssystem an. Durch die Umsetzung und Protokollierung einiger einfacher Maßnahmen sowie durch regelmäßige Beprobungen der Anlage kann der Anlagenbetreiber weitgehend eigenverantwortlich den nachhaltig mikrobiologisch einwandfreien Zustand des Trinkwassers in seiner Anlage gewährleisten und die Einhaltung der entsprechenden Normen und Gesetze sicherstellen.

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